Gojko Mitic wurde 1940 in Leskovac/Jugoslawien geboren.

Als 20jähriger Sportstudent arbeitet er als Stuntdouble für deutsche, italienische und englische Filmproduktionen.

Nach kleinen Episodenrollen in deutschen Karl-May-Filmen (u.a. „Unter Geiern) wird er 1965 von der DEFA entdeckt  und spielt die Hauptrolle in dem ersten DDR-Indianerfilm „Die Söhne der großen Bärin“

 

Wegen des unerwartet großen Erfolges (über 10 Mio. Besucher in der DDR und Osteuropa) werden bis 1984 noch 11 weitere DEFA-Indianerfilme mit Gojko Mitic gedreht, die alle den Überlebenskampf der Indianer zum Thema haben. Die Drehbücher entstehen in enger Zusammenarbeit mit dem Völkerkundemuseum Leipzig und Mitic spielt mehrfach historische Figuren, u.a. die Häuptlinge Osceola, Tecumseh und Ulzana.

 

 

 

Mit der Rolle des edlen und mutigen Indianerhäuptlings wird Gojko Mitic zum Idol vieler Heranwachsender in der DDR und zum vielleicht populärsten Star der DEFA.

Seine Premieren werden zu Massenaufläufen, seine Poster schmücken unzählige Kinder- und Jugendzimmer.

Gleichzeitig erhält die Indianistik-Bewegung in der DDR neuen Zulauf und überall im Land werden „Clubs zur Pflege des Brauchtums der Prärieindianer“ gegründet

Gojko Mitic selbst  identifiziert sich soweit mit der Rolle des „Chef-Indianers“, daß er in Bibliotheken und auf Veranstaltungen über die na­turverbundene Lebensweise der  Indianer spricht und in­dianische Weisheiten vorträgt.

 

Nach der Wende übernimmt Gojko Mitic in der Nachfolge von Pierre Brice die Hauptrolle bei den Karl-May-Festspielen, und bis zu seinem Abschied von der Bühne im Sommer 2007 pilgerten jährlich Zehn­tau­sende aus Ost und West nach Bad Segeberg, um "ihren Gojko" als edlen Winnetou auf der Frei­lichtbühne zu erleben.