Wolfgang Kring

wurde 1951 in Plau am See in Mecklenburg geboren.

1960 ziehen seine Eltern mit ihm in die Nähe Berlins, wo er bis 1987 lebt.

Seine eigentliche Heimat bleibt aber der Bauernhof der Großeltern in Neu Damerow, wo er seine Abenteuerlust und Naturverbundenheit in ungezügelten Cowboy-und-Indianer-Spielen ausleben kann.

 

Von begeisterten Nachbarn ermuntert, zeigt er seine indianischen Reitkünste und selbstgebastelten Kostüme auf Dorffesten und in Kinderferienlagern und erwirbt 1986 seine Einstufung als Amateurartist. Fortan kann er neben seiner Arbeit als gelernter Schlosser auch mit der „Apache-live-Show“ etwas Geld verdienen.

 

Auf den Hof seiner Großeltern zurückgekehrt und inzwischen arbeitslos geworden, hat er 1991 die Idee, mit einigen Freunden und Sommergästen eine kleine Indianershow auf dem Hügel hinterm Haus zu veranstalten. Das überwältigende Zuschauerinteresse ermutigt ihn, damit weiterzumachen.

Überall in Deutschland lernt er bei seinen Auftritten mit der „Apache-live-Show“ Indianerfans,  Westernreiter und Aussteiger kennen, die er  jeden Sommer mit ihren Pferden, Tipis und Wohnwagen auf seiner Ranch versammelt.

In einer intensiven gemeinsamen Woche bauen sie Kulissen, besticken Lederkleidung, trainieren ihre Pferde und erarbeiten eine Bühnenshow, die sie an zwei Wochenenden vor begeisterten Zuschauern aufführen.

Dabei stellt Wolfgang Kring nicht nur seinen Hof zur Verfügung, sondern schreibt auch Jahr für Jahr ein neues Stück, inszeniert selbst, kümmert sich um Verpflegung, Organisation, Öffentlichkeitsarbeit und spielt natürlich die Hauptrolle.

 

Dieser Kraftakt, ohne öffentliche Fördermittel und Sponsoren, lockt jedes Jahr Tausende Mecklenburger und Touristen auf seine „Naturbühne Neu Damerow“, und vielleicht – so hofft Wolfgang Kring – wird auch sein Idol Gojko Mitic eines Tages mal vorbeischauen …

 

 

                           Fotos: Michael-Günther Bölsche